Der Mond und die Eiche
Das Silberlicht strahlt auf das seichte Wasser,
Die Schönheit kommt hervor.
Der Mond, der wunderbare Mond,
Veredelt alles Graue.
Ich stehe unter einer alten Eiche,
In schwarze Dunkelheit getaucht
und starre auf die Schönheit.
Das Wasser schlägt leise Wellen,
Welle um Welle…
Von weitem bewundere ich
Das kostbare Licht des Mondes,
So schön, so weich, so edel.
Ein Blatt der Eiche segelt hinab
In das silbrige Gras,
Feucht vom frühen Tau.
Das sehnsuchtsvolle Geheul eines Hundes
Ertönt von fern.
Ich erzittere…
Ich träume
Und trete ans Wasser
Und berühre zaghaft
Die weiche Oberfläche des Sees,
Silbrig und klar.
Ich selbst bin in strahlendes, glitzerndes Licht getaucht.
Ich erwache
Und stehe unter der Eiche
Ein verwelktes Blatt in der kühlen Hand.
(2007)
lisalyrik.de
