Vertrieben
Die Luft schmeckt süßlich bitter,
die Lippen glitzern im Glanz der Sonne,
in mir tobt stumm das Gewitter
denn ich bin nur der hinterste Teil der Kolonne.
Doch die Sonne weiß um ihre Macht –
Mir wird es langsam warm ums Herz.
Meine Seele in mir lacht,
und vertreibt mit aller Kraft den Schmerz.
Gemächlich zieht das Glück in mir ein
Füllt mich von oben bis unten völlig aus,
vor mir steht ein Glas mit kühlem Wein
und plötzlich gehen die Wolken mir voraus.
Sie lassen den Strahlen der Sonne ihren Lauf
Die Tür geht auf und sie steht da –
Macht mich neu und füllt mich auf,
und ich verstehe –
sie war immer dort, wo auch ich gewesen war!
Ich bitte sie zu bleiben,
auch wenn sie mich nie verlassen hat;
und öffne ihr mein Herz,
denn nun bin ich bereit.
Und Leben erfüllt mich durch und durch.
(2006)
lisalyrik.de
