Die Rückkehr

Die Feder gleitet durch die Wolken,

sichtbar – ungreifbar.

Mal über,

mal unter dem Horizont.

Sie fühlt sich so schwer,

die Erinnerung lastet, erdrückt sie.

Sie weiß nicht, wohin der Wind sie bläst

Krallt sich in den Wolken fest;

Kontrolle behalten!

Die Regentropfen durchweichen sie

Salzig, schmerzvoll.

Am Ende ihrer Reise stellt sie fest –

Sie ist doch bloß erst am Anfang.

Und es wiegt so schwer.

Und sie hebt den Kopf,

sieht die verschwommenen Umrisse der Zukunft,

denn die Vergangenheit steht ihr noch im Weg.

Und ist doch alles, was sie hat.

Oder?

Die Sterne lösen die Sonne auf

Niemand bemerkt ihre Tränen.

Sie weint um sich selbst

Um anderer willen

Und bewundert gleichzeitig die Schönheit der Nacht,

der sie sich nicht entziehen kann.

Sie gleitet langsam dem Erdboden entgegen

Voller Gefühl

Voll von Leben und Tod.

Liebe und Sehnsucht.

Dann landet sie auf der Erde

Und schaut sich um

Und beginnt von vorne:

Die Reise,

die auf sie wartet.

Und hüllt sie ein,

und nimmt sie mit.

 

(2007)

 

 

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