Traum
Das Meer,
es glitzert in sanftem Mondlicht.
Die kleinen Wellen plätschern an den samtweichen Sand.
Ich fühle mich leicht,
geborgen.
Er sitzt neben mir,
lässt sich den feinen Sand über die braungebrannten Beine rieseln.
Zwei Glückstränen laufen mir über die heißen Wangen.
Er nimmt meine Hand,
streichelt sie.
Ich schaue ihm tief in die Augen.
Ich sehe Sehnsucht und Trauer.
Einsamkeit und Verlassenheit.
Gemeinsam gehen wir vor zum Meer.
Das warme Wasser umspült unsere kalten Beine.
Tiefer und tiefer steigen wir hinein.
Das Wasser reicht uns bis zu den Knien.
Wir nehmen uns in die Arme.
Ich spüre,
wie sein Herz schlägt.
Meine Lippen sind trocken,
sehnen sich nach den seinen.
Er streichelt mich über den Rücken,
flüstert mir beruhigende Worte zu.
Er knabbert an meinen Ohrläppchen.
Dann sehe ich ihm erneut in die Augen.
Wieder sehe ich Sehnsucht.
Dann durchfährt es mich heiß und kalt.
Es sind meine Augen.
(2001)
lisalyrik.de
