Ruf nach Liebe

 

Kennst du das Gefühl der Ohnmacht?

Wenn du glaubst,

du packst es nicht mehr.

Wenn dich die Sehnsucht übermannt.

Dein Körper schreit nach Liebe.

Ich habe dieses Gefühl.

Dieses Gefühl, welches dich fast umbringt.

Dieses Gefühl,

welches meinen Verstand,

mein Denken auslöscht.

Musik zu hören,

die von dir stammt,

dein Bild zu sehen,

dich zu riechen,

deine Briefe zu lesen,

an dich zu denken –

und dich nicht zu sehen.

Dieses Gefühl raubt alles.

Die Seele, die Kraft und den Lebenswillen.

Man glaubt,

zu verlieren, zu sterben,

doch du verlierst nicht.

Irgendein Funke von Hoffnung hält dich aufrecht –

Lässt dich dieselben Dinge immer wieder tun.

Die Gedanken rasen,

die Gefühle schwirren durch leeren Raum.

Manchmal ist der Kopf auch leer.

Kurze Zeiten der Erholung,

kurzes Verschnaufen,

kurzes Aufatmen.

Dann schnürt sich die Kehle wieder zu.

Draußen –

graue Wolken, kahle Bäume, schneidender Wind.

Dunkle Nächte, unheimliche Stille.

Dunkle Gedanken, Hoffnungslosigkeit.

Der Atem –

Wie ein Seufzer, der von Herzen kommt.

Müdigkeit und endlose Leere und Trauer.

Das Verlangen nach dir,

nach Liebe und Zärtlichkeit.

Die Gedanken an dich geben mir Trost

Und schmerzen zugleich.

Ich habe einen Traum:

Wir nehmen uns in die Arme.

Dann – deine Lippen auf meinen.

Wir lächeln uns an und es geht mir gut,

so gut.

Was gäbe ich,

wenn ich jetzt bei dir sein dürfte.

Alles zieht an mir vorbei.

Kann weder essen, noch schlafen.

Meine Gedanken kreisen einzig um dich.

Du bist mein Leben –

Ich bin mit dir vereint.

Wir sind eins und untrennbar.

Ich liebe dich,

liebe dich mehr als mein Leben,

mehr als mich selbst.

Mein Herz sehnt sich nach dir.

Du bist mein Sonnenschein.

 

(2002)

 

 

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