Hagelkörner im Sommer

 

Alles in mir hängt an diesem einen Gedanken.

Es ist so plötzlich,

und überwältigt mein ganzes Sein.

Nichts ist mehr, wie es mal war.

Innere Erregung

Und ein Zustand von Seligkeit wechseln sich ab

Mit bitterer Angst und Hoffnungslosigkeit.

Ich möchte mich so gerne an seine Wege binden,

möchte die meinen mit ihm teilen.

Alles verliert an Form und Gestalt.

Meine Lippen, mein Körper und meine Seele

Formen nur diesen einen Namen.

Ich habe entsetzliche Angst vor Verletzung,

Ablehnung, Enttäuschung;

Dem Nicht-geliebt-werden.

Es nimmt immer mehr die Zuversicht,

eines Tages in Sicherheit zu sein.

Die Sicherheit,

nach der ich mich schon so lange sehne.

Ich habe jetzt die Bestätigung,

dass ich nicht unfähig bin,

zu lieben.

Der Preis dafür könnte mich verstümmeln.

Mir all das rauben,

was mich im Moment leben und lieben lässt.

Meine Gedanken spielen verrückt,

mein Körper sendet deutliche Signale der Krankheit.

Deren Heilung nur durch ein Medikament,

ein Mittel erreicht werden kann.

Alles oder nichts.

Die Sorge wächst,

wieder von ganz unten anfangen zu müssen.

Von der untersten Erde,

jeder Schritt Qual.

Niemand kann ahnen,

wie unglaublich schwer und wichtig diese Tage für mich sind.

Mit jeder unerfüllten Liebe erlischt ein Teil

Meiner Liebe, Kraft und Lebensfreude.

Mein Verstand –

Ein elender Pessimist.

Weiß, dass der Teufelskreis nicht zu durchbrechen,

die Niederlage vorprogrammiert ist.

Das Herz; die Seele, die weiß,

dass er richtig ist,

hofft bis zuletzt, hält mich aufrecht.

 

Du bestimmst allein,

ob ich lache oder weine.

Du hast die Macht über den Ausgang.

 

(2005)

 

 

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