Durch und Durch

 

Sanftes Lächeln in deinem zarten Gesicht.

So lieb und besonders, dass es weh tut.

Deine weiche Haut,

die Glieder deiner schlanken Hände.

Spüren will ich sie,

an meiner Wange,

in meiner Hand.

Dein unverwechselbarer Duft,

unaufdringlich, so leicht.

So durch und durch du.

Ich rufe dich beim Namen,

unsicher und leise, flüsternd.

Hörst du nicht?

Wie steht der Wind?

Trost bietet der Schlaf,

er löscht jeden Schmerz aus.

Aber nicht die Erinnerung –

Das vermag er nicht.

Das tägliche, normale Allerlei wird zum Krampf.

Gewaltanstrengung

Vom Aufstehen bis zum barmherzigen Schlaf.

Keine Nachricht von dir.

Ich bin wie Wasser im Meer,

das nicht mehr weiß,

wie und wohin es fließen soll.

Wie viele Steine sind darin,

die sich hinterhältig an mich schmiegen?

Per Anhalter auf meinen Geldbeutel drücken.

Nicht mehr weit;

Die Kreuzung ist bald erreicht.

Ich werde wissen,

welcher Weg auf mich wartet.

Danach.

Wenn es zu spät ist,

und dein Bild verblasst.

Solange fließe ich orientierungslos

Und ohne eigenen Willen

Im Ozean an der Tage, Stunden.

Wie viel ist eine Sekunde?

Was ist eine Stunde wert?

Möglicherweise ein ganzes Leben,

möglicherweise ein Abgrund.

Möglicherweise.

 

(2005)

 

 

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