Die Nadel des Glücks
Im Traum winkt mir, geheimnisvoll, das Glück,
zaghaft aus weiter Ferne.
Ich weiß, ich will dorthin zurück,
in mir sprudelt heiß wiedererlangte Wärme.
Durch den Schleier der Zukunft sehe ich es.
Er hält mir hin seine schützende Hand –
Ich wage etwas sehr Verwegenes;
Langsam tröpfelt eine heiße Träne in den Sand.
Dieses Mal wird’s mir vielleicht gelingen,
ich breite beide Arme nach ihm aus –
dann beginne ich langsam zu singen,
denn das Purpurrot der Sonne geht mir voraus.
Ich habe das Glück im Traum gesehn
Leise nur und durchsichtig zwar,
doch jetzt lasse ich es nicht mehr gehen.
Und dann sehe ich endlich, endlich klar.
(2006)
lisalyrik.de
