Das Ende

Durch den Schleier der schweren Wolken

Entflieht klein und still ein kleiner Tropfen

Unscheinbar und einsam.

Er stürzt

Dem kalten Pflaster entgegen.

Die anderen Tropfen fliegen schneller

Sind größer, glücklicher und schöner.

Sie tanzen im Flug, drehen sich

Und tanzen ausgelassen umher.

Unbekümmert

Erfreuen sie sich am freien Fall.

Er fürchtet bereits den Aufprall

Weint leise und schließt bekümmert die Augen.

Die Schnelleren sind schon

Nicht mehr zu sein.

Ihm winkt aus der Ferne der Tod,

unbarmherzig und kalt wie Stein.

Der ganze Flug geht an ihm vorüber

Er sieht nichts mehr –

Nur das unaufhaltsame Schicksal.

Dann öffnet er ein letztes Mal die Augen

Erkennt

Und bereut.

Er landet in einer Pfütze.

 

(2006)

 

 

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