Die verwurzelte Welle
Die sanften Hügel ergeben ein Bild,
schöner als gemalt.
Die Reben hängen schwer
und dunkel herab.
Reif und saftig,
von der Sonne genährt.
Die Grillen in den Bäumen
geben den Takt vor,
die Pinien wehen sanft
in der Meeresbrise.
Von weitem rollen die Wellen heran.
Das Wasser trägt,
trägt alles fort,
bis es nur noch leise
und von fern flüstert.
Es bietet die Freiheit zum Nulltarif.
Sie sollen sich eingraben
die Wellen,
eingraben und ihre Wellen schlagen.
Die Felder rauschen vorbei,
die Bäume und Wälder,
Häuser und Berge.
Der Anblick ändert sich,
zeigt ein neues Bild
und führt mich
langsam an der Hand zurück.
An einer Hand, die weiß,
was da ist und was da kommt.
Die Wellen rauschen noch,
das Salz klebt an der Haut.
Das Herz sehnt sich,
der Kopf ist schon weit voraus.
Doch es geht Zug um Zug,
ein kleines Stück,
bis der Zeitpunkt gekommen ist.
(2010)
lisalyrik.de
